Endless Winter – Überlebe die letzte Eiszeit

Endless Winter

Endless Winter hat eine etwas längere Kickstartergeschichte hinter sich und wurde schon sehr lange erwartet. Woran es genau lag, dass es dann so lang dauerte, bis Endless Winter das Licht der Welt erblickte, entzieht sich meiner Kenntnis und ist mir auch egal, aber auf der diesjährigen SPIEL gab es dann hier und da nochmal Unmut, da verschiedene Verlage das Spiel inzwischen unter ihre Fittiche genommen hatten, wie zum Beispiel Frosted Games. Diese vertreiben es über Pegasus und deshalb war Endless Winter wohl auf der SPIEL schon überall zu bekommen, während es die Backer noch nicht bekommen hatten. Das ist natürlich für diese unschön, da sie es, im Sinne des Crowdfunding, überhaupt erst möglich gemacht hatten, zu veröffentlichen. Nicht schön für diese, aber gut das es nun da ist und die lange Wartezeit ein Ende hat. Frosted Games hat nicht nur das Grundspiel lokalisiert, sondern auch gleich mehrere Erweiterungen zusammen mit dem Grundspiel auf den Markt geworfen. Bei soetwas bin ich inzwischen sehr vorsichtig geworden, denn in den meisten Fällen braucht es eigentlich gar keine Erweiterungen und wer Endless Winter erstmal aufgebaut hat und die ganze Pracht vor sich sieht, will vielleicht auch gar nicht noch mehr auf dem Tisch haben. Aber dazu gleich mehr.

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Merchants Cove – Hohe Erwartungen an Asymmetrie

Merchants Cove

Wie so oft ist Merchants Cove ein Opfer von überzogen hohen Erwartungen und den daraus resultierenden Enttäuschungen, die sich meist in wiederum überzogenen negativen Kritiken äußern. Sicher, alles was Merchants Cove auf den ersten Blick verspricht: ansprechende Optik und tolles Material, inklusive 3D-Pappbooten und bedruckter Meeple, totale Asymmetrie der spielbaren Charaktere durch komplett eigenständige Mechaniken und Spielmaterial, spricht ersteinmal viele Mitglieder*innen der Expertengilde an und beflügelte ihre Fantasien über einen neuen Spielehit am asymmetrischen Spielehimmel. Aber nicht jedes Spiel kann Root sein und so schlugen viele dieser Zeitgenossen recht unsanft auf dem Boden der Realität auf. Damit wir uns nicht falsch verstehen, Merchants Cove hat zu keinem Zeitpunkt mehr Komplexität vorgetäuscht als es tatsächlich besitzt und Pegasus tun dennoch gut daran, ein Kenner auf diese Schachtel zu drucken, obwohl es das im Grunde eigentlich gar nicht ist. Genügend verwirrt oder neugierig gemacht?

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Imperium: Klassik und Imperium: Legenden

Als im letzten Jahr die deutsche Version von Imperium in der Spieleschmiede auftauchte, war ich gleich Feuer und Flamme. Ich bin ein Freund von Zivilisationsspielen und mag sowohl leichte als auch komplexere Spiele in dem sich Völker in zivilisatorischer Konkurrenz ausesinandersetzen. Imperial Settlers gehört da genauso in mein Beuteschema wie auch ein Civilization von Annodarzumal. Imperium sollte Anspruch haben, eine meiner liebsten Mechaniken, den Deckbau, beinhalten und mit einer Spielzeit von trotzdem nur vierzig Minuten eine angenehme Spieldauer vorweisen. Hinzu kam, das der Preis für ein bzw. zwei Spiele mit sovielen Völkern super fair war und ich hier nicht mit unendlich vielem unnötigen Mist zugeballert wurde. Kurzum: ich war vollends begeistert und habe das Spiel sofort unterstützt. Noch viel mehr angetan war ich, dass es trotz erschwerter Lieferketten und weltweiter Logistikprobleme trotzdem recht schnell fertiggestellt wurde und bei mir eintraf. Doch dann begann ein Kampf. Ein ziemlich langer und frustrierender, an dessen Ende aber doch die erhofte Belohnung wartete. Aber lest selbst…

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Schattenreiche von Valeria

Schattenreiche von Valeria

Schattenreiche von Valeria steht schon seit fast einem Dreivierteljahr bei uns im Spielregal herum. Es hat einen Umzug mitgemacht und kam erst vor kurzem zum ersten Mal auf den Spieltisch. Das hat absolut nichts mit seiner Qualität oder Optik zu tun, nein, es ist ganz allein meine Schuld, denn bei Schattenreiche von Valeria handelt es sich um einen Fehlkauf. Ja, ich wollte das Spiel eigentlich gar nicht. Meine Frau und ich sind bekennende Fans des Valeria – Königreich der Karten Spiels, dass uns nun schon seit ein paar Jahren begleitet. Für das Königreich der Karten soll eine neue Erweiterung erscheinen, mit der das Spiel in ein kooperatives Spiel umgewandelt werden kann. Diese Erweiterung, deren Namen (Dunkelschreck) ich auf deutsch gar nicht kannte, habe ich damals blind bestellt. So dachte ich! Falsch gedacht! Ich kaufte stattdessen das Stand-Alone-Spiel Schattenreiche von Valeria, las die Regeln und stellte plötzlich völlig überrascht fest, dass es sich dabei nicht um das Spiel handelte, dass wir eigentlich haben wollten. Na ja, ein wenig ernüchtert verschwand das Spiel erstmal im Regal und erst im Dezember kam es wieder zum Vorschein. Es spielt natürlich ebenfalls in Valeria, hat aber mit dem erwähnten Königreich nicht viel gemeinsam. Warum das Spiel aber trotzdem erstmal bleiben darf erfahrt ihr wenn ihr ein wenig mehr Zeit investieren wollt.

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Burggrafen des Westfrankenreichs

Burggrafen des Westfrankenreichs / Foto: Spieltroll

Shem Phillips hat sich mit seiner ersten Trilogie, den Nordseespielen, schon einen Namen gemacht. Immerhin waren die Räuber der Nordsee für das Kennerspiel des Jahres nominiert, wenn auch der Rest der Serie eher so lala war. Mich konnten auch die Räuber der Nordsee nicht vollends überzeugen. Mit seiner zweiten Trilogie aus dem Westfrankenreich wurde aber alles nocheinmal viel besser und er katapultierte sich in die höchste Riege der Spieledesigner. Angefangen mit den phänomenalen Architekten des Westfrankenreichs einer eleganten und innovativen Einleitung in die Trilogie, gefolgt von den Paladinen des Westfrankenreichs, einem ungleich komplexeren Meisterwerk des Workerplacement und der verzanhnten Mechanismen folgt nun der finale Titel der Serie die Burggrafen des Frankenreichs und es besteht die Hoffnung, dass Shem Phillips hier nocheinmal ein tolles Spiel oben drauf gesetzt hat, um die Trilogie zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Die beiden Vorgänger kann man bereits jetzt als Riesenerfolge bezeichnen und so bleibt zu hoffen das gemäß des Sprichwortes auch hier ‚Aller Guten Dinge drei‘ sind.

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Valeria – Blutrote See Erweiterung

Valeria – Blutrote See – Erweiterung / Foto: Spieltroll

Eines meiner absoluten Lieblingsspiele ist, aufmerksame Leser meines Blogs werden es wissen, Valeria – Königreich der Karten. Ich liebe es und spiele es immer wieder gern. Am liebsten spiele ich es mit meiner Frau und mit durchmischten Bürgerstapeln. Das ist eine Variante in der man nicht immer die gleichen Karten in den Bürgerstapeln auslegt, sondern zufällige aus den möglichen Bürgern auswählt. Das bringt deutlich mehr Abwechslung in eine Partie. Jedes mal wenn es eine neue Erweiterung für Valeria gibt, bin ich natürlich erstmal Feuer und Flamme und muss sie unbedingt ausprobieren. Dabei bin ich bei diesem Spiel sowohl für mehr vom Gleichen, also mehr Varianz, als auch für neue Spielmechaniken offen, denn das Grundspielprinzip ist sehr simpel und erfährt nur durch verschiedene Kartentypen Neuerungen. Im letzten Jahr ist nun also die dritte große Erweiterung, Blutrote See erschienen und die hat es wahrlich in sich, denn mit dieser gibt es sowohl einfach mehr Karten für alle Bereiche, als auch ein völlig neues Spielelement.

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Paladine des Westfrankenreichs

Paladine des Westfrankenreichs / Foto: Spieltroll

Etwas länger hat es gedauert, bis ich die passenden Worte für mein Spiel des letzten Jahres gefunden habe. Die Paladine des Westfrankenreichs ist in seiner Gänze nicht leicht zu beschreiben und ich werde auch später in dieser Rezension nur in Details auf Dinge eingehen können, denn das Spiel umfassend zu beschreiben, wie ich es eigentlich sonst fast immer tue, sprengt definitiv den Rahmen. Das Spiel ist in all seinen Elementen tatsächlich sehr umfangreich, aber, das sei schon vorab erwähnt, spielerisch gar nicht mal so schwer zu verstehen. Wenn man die Erklärung und alle Elemente einmal erfasst hat, dann spielt es sich locker in einer angenehmen Spielzeit herunter. Die Paladine, den Rest lasse ich jetzt einfach mal weg, ist der zweite Teil in der zweiten Spiele-Trilogie von Shem Phillips und S J Macdonald. Den ersten Teil, die Architekten des Westfrankenreichs, habe ich im letzten Jahr bereits gebührend abgefeiert und mit diesem Werk legen sie ordentlich nach.

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Claim

Claim

Nach „Der Fuchs im Wald“, dass ich erst kurz vorher vorgestellt habe, möchte ich diese Woche auch noch Claim hier vorstellen, weil es tatsächlich in die gleiche Kategorie gehört. Claim ist genauso ein Stichspiel für nur zwei Personen, einem Genre das nicht sonderlich viele Vertreter für „nur“ zwei Spieler zu bieten hat. Claim ist allerdings ein völlig anders gelagertes Spiel und zeichnet sich durch eine andere Herangehensweise an das Stichspiel aus, was es für Freunde des Genres durchaus interessant machen dürfte. Claim ist im Fantasybereich angesiedelt und spielt sich etwas anders. Man könnte fast sagen, etwas verkopfter, denn bei Claim muss man mehr Planung in seine Stiche investieren und zunächst wirkt das ganze alles etwas seltsam. Aber nach ein paar Partien hat man dann den dreh raus und Claim kann sich entfalten. Das klingt ein wenig kryptisch, aber ich versuch das mal etwas näher zu erläutern…

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